Die Ideenplattform IdeaSpace von Salzburg Research lädt gemeinsam mit dem Museumsbund Österreich und CLARIAH-AT österreichische Museen, Bibliotheken, Archive und weitere Kulturerbe-Institutionen zum „GLAM Innovation Lab“. Von 10. August bis 15. Oktober 2026 können Einrichtungen ihre aktuellen Digitalisierungs- und Innovationsherausforderungen in einem geschützten Rahmen einbringen, gemeinsam schärfen und organisationsübergreifende Herausforderungen sichtbar machen. Ausgewählte Themen werden anschließend mit Fachleuten aus Wissenschaft und Wirtschaft zu konkreten Lösungsansätzen weiterentwickelt.
Viele Kulturerbe-Institutionen stehen bei der Digitalisierung vor ähnlichen Aufgaben. Dazu zählen etwa der nachhaltige Umgang mit digitalen Sammlungen, neue Formen der Vermittlung oder der sinnvolle Einsatz neuer Technologien. Häufig werden diese Fragen jedoch innerhalb einzelner Organisationen bearbeitet. Viele dieser Herausforderungen sind nicht neu – und doch versucht jede Institution oft, sie für sich allein zu lösen. Das kostet Zeit, Ressourcen und führt nicht selten dazu, dass gute Ideen im Alltag stecken bleiben. Dabei zeigt sich immer wieder: Wenn jede Organisation für sich kämpft, wird das Rad mehrfach neu erfunden und manchmal reicht schon ein gescheiterter Versuch, um wichtige Innovationsschritte aufzuschieben.
GLAM Innovation Lab 2026
Das GLAM Innovation Lab 2026 lädt österreichische Kulturerbe-Institutionen ein, ihre aktuellen Digitalisierungs- und Innovationsherausforderungen einzubringen, organisationsübergreifende Bedarfe sichtbar zu machen und gemeinsam mit anderen Organisationen innovative Lösungen zu entwickeln. Das Lab wird im Rahmen des European Digital Innovation Hub Crowd in Motion – AI von Salzburg Research über die Innovationsplattform IdeaSpace gemeinsam mit dem Museumsbund Österreich und CLARIAH-AT zu 100% gefördert durchgeführt.
Über einen Zeitraum von drei Monaten entsteht ab 10. August ein geschützter Innovationsraum auf IdeaSpace, in dem Herausforderungen gesammelt, diskutiert und priorisiert werden. Ab Mitte Oktober sind Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Start-ups eingeladen, mitzudiskutieren, Fragen zu stellen und Lösungsansätze vorzuschlagen.
Auf Grundlage aller Rückmeldungen werden zehn Herausforderungen ausgewählt, die für den Kulturerbe-Sektor besonders relevant sind. Diese Themen werden im Rahmen eines gemeinsamen Innovationstags am 10. November 2026 in Kooperation mit dem Technischen Museum Wien mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport weiterbearbeitet.
Gesucht werden Herausforderungen aus den Bereichen:
- Sammlungen & Digitalisierung (Digitalisierung, Erschließung, Dokumentation, Langzeitarchivierung)
- Künstliche Intelligenz & Automatisierung (KI, Verschlagwortung, Übersetzung, Recherche, Assistenzsysteme)
- Besucher:innen & Vermittlung (Ausstellungen, Interaktion, Bildung, digitale Vermittlung, Gamification)
- Barrierefreiheit & Inklusion (Physische und digitale Zugänglichkeit, Mehrsprachigkeit, inklusive Angebote)
- Museumsbetrieb & Prozesse (Arbeitsabläufe, Ressourcen, Personal, Wissensmanagement, Verwaltung, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz)
- Kommunikation & Reichweite (Marketing, Social Media, neue Zielgruppen, Besucherbindung)
- Finanzierung & Geschäftsmodelle (Crowdfunding, Förderungen, Sponsoring, Einnahmequellen, digitale Services)
- Sonstige Herausforderungen (Neue Themen oder Herausforderungen, die nicht in die anderen Kategorien passen.)
Österreichische Kulturerbe-Institutionen können ihre Herausforderungen ab 10. August 2026 über IdeaSpace einreichen:
